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Nr. 201, 2019, Okt. / Nov. Inhalt
 
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 P S Y C H O L O G I E  

 
Wie erträgt man seine inneren Gegensätze?
 
von Barbara Egert 
 

Keiner ist nur er selbst, sondern immer auch Teil all jener inneren Gestalten, die man vor sich und anderen aus Gründen der Eindeutigkeit lieber verbirgt. Die Gesellschaft verlangt von uns eine exakte Identität, aber auch wir selbst unterwerfen uns freiwillig dem Zwang, durch typische Merkmale identifizierbar zu sein. Manchmal tendiert man allerdings dazu, über sich hinauszuwachsen, um mehr als nur man selbst zu sein; manchmal möchte man allerdings lieber sein wie alle anderen, besonders wenn man spürt, dass divergierende Kräfte sich in einem eingenistet haben, ohne aber etwa an einer dissoziativen Identitätsstörung zu leiden.

Barbara Egert zeigt in ihrem Beitrag, dass wir auch aus astrologischer Sicht keine festen Einheiten sind: Wenn man nämlich die sich ständig ändernden Transite und Progressionen über die Geburtsstellungen verfolge, erscheine einem die Idee einer eindeutigen Identität besonders fragwürdig. Mal habe Saturn, mal Uranus das Sagen. Heute würden wir dazu neigen, mit Geld äusserst vorsichtig umzugehen, aber schon morgen uns dabei zusehen, wie wir überaus freigiebig sind. Ihre Empfehlung: die Widersprüche der Planeten an sich selbst zu beobachten.

Wer sich darauf einlasse, solche Unterschiede staunend in sich wahrzunehmen und sie nicht nur zu akzeptieren, sondern zu begrüssen, der werde auch mit gravierenden seelischen Schwankungen besser zurechtkommen, postuliert die Autorin. Ein zeitweilig abweichendes Verhalten von der geschlechtstypischen Norm etwa, ein Wutausbruch aus heiterem Himmel – alles finde seine Entsprechung im Horoskop, wenn man diese nur zu finden und zu deuten wisse.

Barbara Egert bringt dann das Beispiel des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein, um anhand von dessen Horoskop zu zeigen, dass auch ein friedliebender, hochintelligenter Mann wie er sich recht primitiv und bösartig zeigen konnte, nämlich im Umgang mit seiner Frau Mileva.

Die weiteren Themen des Artikels lauten: Die eigenen Projektionen zurückholen / Die Sublimierung in höhere Sphären / Vom Wechseln der Pole innerer Gegensätze / Nicht alle seine Widersprüche jedem offenbaren / Die Wichtigkeit von Gegensätzen im Horoskop.

 


Barbara Egert, geprüfte Astrologin DAV, jahrzehntelange Astrologieerfahrung; Bücher: «Astro-logische Merkwürdigkeiten – Kolumnen» (2017, nur bei Amazon erhältlich), «Wenn die Kindheit Schatten wirft: Beziehungen, Hochsensibilität, Narzissmus» (2014), «Hochsensibilität im Horoskop» (2012), «Krisen im Horoskop erkennen» (2011), «Kindheitserfahrungen im Horoskop» (2009); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE, E-Mail: Barbara Egert

 

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